„Artgerechte Ernährung des Hundes „

Wie funktioniert denn überhaupt das Verdauungssystem unserer Hunde

und warum ist es so wichtig den Hund artgerecht zu ernähren ?

Die richtige Ernährung für den Hund ist mittlerweile für den Besitzer/in eine der wichtigsten Fragen.

Was ist nun richtig, frisches Fleisch, Knochen, Fertigfutter in Form von Feucht- oder Trockenfutter oder auch vielleicht vegan, weil sich Herrchen und Frauchen so ernähren?

Zunächst einmal sollten wir uns damit beschäftigen, mit wem haben wir es hier eigentlich zu tun.

Hunde sind Carniden und gehören somit zu den fleischfressenden Tieren. Das Verdauungssystem ist beim Hund genauso aufgebaut wie bei seinem Urahnen dem Wolf. Und hierbei spielt es keine Rolle ob wir von einem Yorkshire Terrier oder einer Dogge sprechen. Jeder Hund egal welcher Rasse ist ein Raubtier.

Doch Wölfe fressen in der Natur nicht nur das rohe Fleisch, sondern auch den Mageninhalt bzw. Darminhalt ihrer pflanzenfressenden Beutetiere. Das heißt der Wolf bzw. der Hund kann auch pflanzliche Nahrung verwerten, wenn sie vorverdaut aufgenommen wird.

Hunde können pflanzliche Nahrung nicht selber aufspalten. Hierfür reicht weder die Darmlänge (großer Hund ca. 10m) noch die kurze Verweildauer im Darm und es gibt auch keine biologisch vorhergesehene Ausstattung mit den nötigen Verdauungsfermenten (Enzymen). Das heißt Hunde sind nicht in der Lage eine komplexe Kohlenhydratverbindung zu verdauen. Hierzu zählen z.B. Heu, Stroh, Getreide und Baumrinde etc.

Also schauen wir uns nochmal in Kurzform die Verdauung von vorn an.

Der Hund besitzt ein sogenanntes Scherengebiss und ist nicht in der Lage zu kauen und Nahrung zu vermahlen. Seine beiden Reißzähne benutzt er um große Brocken Fleisch aus der Beute zu reißen und die messerscharfen Backenzähne um Sehnen, Knorpel und Knochen voneinander zu trennen und natürlich auch die Beute zu halten.

Der Fleischfresser speichelt also nur die Nahrung ein um diese ab zu schlucken. Eine Vorverdauung findet in der Maulhöhle nicht statt. Über die Speiseröhre wird die Nahrung durch wellenförmige Kontraktionen der Muskulatur zum Magen befördert.

Nun gelangt die Nahrung durch die Speiseröhre bis zum Mageneingang. Im Magen vermischt sie sich dann mit den ersten Verdauungssäften. Die Magenschleimhaut produziert den Magensaft.
Der ph Wert im Magen eines Hundes ist sauer liegt bei 1-2, hier werden insbesondere

Eiweiße aufgespalten und ist wichtig für die Reduzierung der Anzahl und Aktivität von unerwünschten Keimen.
Zwischen den Mahlzeiten gibt es keine Magensaftproduktion.

Ist der einhöhlige Magen gefüllt, öffnet sich der Magenausgang und der Nahrungsbrei wird in kleinen Mengen in den ersten Dünndarmabschnitt, dem Zwölffingerdarm transportiert. Es dauert einige Zeit, bis der komplette Magen wieder entleert ist.

Der Dünndarm ist der Hauptverdauungsort und Hauptresorptionsort. Hier kommen nun aus der Gallenblase und Bauchspeicheldrüse weitere Verdauungsenzyme in den Dünndarm, sowie direkt aus der Darmschleimhaut und spalten die Hauptnährstoffe in kleinste Bausteine, damit diese für den Organismus resorbierbar werden.
Im Dünndarm findet der Abbau von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten statt.

Dann erfolgt der Weitertransport des Nahrungsbreis in den Dickdarm. Hier werden Vitamine, Mineralstoffe, Elektrolyte und vorhandenes Wasser resorbiert. Wodurch der Kot geformt werden kann. Zellstoffwechsel – Abfallprodukte werden an die Leber weitergegeben.

Wenn der Mastdarm entsprechend gefüllt ist, wird der Kotabsatz ausgelöst. Hierbei sollte idealerweise das Analdrüsensekret, das zur Befeuchtung und Erkennungsmerkmal mit abgesetzt werden.

So warum beschreibe ich in groben Zügen den Verdauungsweg?

Ganz einfach erklärt, weil im Verdauungsorganismus Energie und Nährstoffe zugeführt werden, welche ein Leben lang die biologischen Stoffwechselaktivitäten und sämtliche Körperfunktionen unterstützt. Hierzu gehören die grundlegenden Lebensfunktionen, wie der Herzschlag, die Atmung, der Zellstoffwechsel und die Regulierung der Körpertemperatur.

Dies war der 1. Teil zum Thema artgerechte Ernährung des Hundes

 

Veröffentlicht unter Allgemein

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