Teil 2 „Artgerechte Ernährung des Hundes“

Die Futtermittelzusammensetzung unter die Lupe genommen

Wir alle möchten, dass unsere Hunde eine gute Ernährung von uns bekommen, damit sie ein Leben lang fit und vital bleiben.

Dafür müssen wir uns einmal anschauen, welche ernährungsphysiologischen Bestandteile in einem Futter enthalten sein sollte.

Jeder von uns hat schon einmal auf das Futtermittel, das wir unserem Liebling servieren in die Nährwertanalyse und in die Zusammensetzung geschaut. Nein, dann schaut jetzt einmal auf eure Futtermittelzusammensetzung.

 

 

 

Zunächst einmal sehen wir uns die Kennzeichnung an.

Hier können wir folgende Informationen finden:

  1. Die Bezeichnung des Futtermittels (ist es ein Alleinfutter, ein Ergänzungsfutter…)
  2. Der Feuchtigkeitsanteil
  3. Die Futterinhaltsstoffe in Form von Nährstoffanalyse (Analytische Bestandteile)
  4. Enthaltene Einzelfuttermittel bzw. Futtermittelgruppen
  5. Nettogewicht
  6. Mindesthaltbarkeit
  7. Zusatzstoffe

Die Bezeichnung eines Futtermittels brauche ich nicht weiter erklären, dass wird jedem verständlich sein.

Hier geht es einfach um den Namen und um welches Futtermittel es sich handelt.

Der Feuchtigkeitsanteil versteht sich auch von selbst.

 

Betrachten wir nun einmal den Punkt 4,                                   

die Analytischen Bestandteile (Nährstoffanalyse) genauer.

Hier finden wir Rohprotein, Rohfett oder Fettgehalt, Rohfaser, Rohasche und Feuchtigkeit, in der Regel prozentual dargestellt.

 

Aber was ist das eigentlich genau?

  1. Rohprotein
  • Hier wird der prozentuale Anteil der enthaltenen Eiweißmenge dargestellt
  • Sagt nichts über die Qualität oder Herkunft (tierisch oder pflanzlich aus)
  1. Rohfett
  • Als Rohfett werden alle Fette bezeichnet, die im Futter enthalten sind
  1. Rohfaser
  • Hier findet ihr die Ballaststoffe, also die schwer bis unverdaulichen Komponenten pflanzlicher Herkunft
  • Geringe Mengen sind für die Regulation der Darmtätigkeit ebenso wie für die Stabilisierung der Kotkonsistenz unentbehrlich.
  1. Rohasche
  • Bei der Rohasche handelt es sich um alle mineralischen Bestandteile im Futter
  1. Feuchtigkeit
  • Wassergehalt im Futter

Interessanter für uns ist die Zusammensetzung.

Hier finden wir die Angaben über die verwendeten Einzelfuttermittel, entweder in Prozent oder in absteigender Reihenfolge ihrer Anteile.

Steht also in der Zusammensetzung an erster Stelle Fleisch, ist der Fleischanteil der größte in dem Futtermittel. So setzt es sich dann weiter fort. Eigentlich nicht anders deklariert als bei unseren Lebensmitteln.

Die Punkte 5 und 6 ,siehe oben verstehen sich von selbst.

Und zum Schluss finden wir noch die Zusatzstoffe. Gesetzlich zugelassen können neben Vitaminen und Spurenelementen auch Aromastoffe, Konservierungsstoffe, färbende Stoffe, Säureregulatoren, Emulgatoren, Stabilisatoren, Verdickungs- und Geliermittel, Bindemittel…dem Futter beigemischt werden.

Und was sollte nun auf dem Speiseplan eines Hundes stehen?

  1. Fleisch und Innereien von guter Qualität
  2. Getreide und Kartoffeln sind nicht auf dem natürlichen Speiseplan, können aber in kleinen Mengen gefüttert werden. Alternativ Reis.
  3. Gute Fette, wie Leinöl, Lachsöl, Hanföl, Distelöl
  4. Ein Ei gekocht oder nur das Eigelb (rohes Eiklar enthält Avidin > Trypsin = Hemmstoffe> Verdauungsstörungen)
  5. Gemüse/ Kräuter sind unentbehrlich sie müssen aber aufgeschlossen vorliegen!
  6. Quark, Hüttenkäse

So nun schaut Euch , wer es noch nie getan hat, einfach mal Eure Futtermittel bis nächsten und letzten Teil zum

„Thema artgerechte Ernährung“ an.

Im dritten und letzten Teil schauen wir uns  die Rohfütterung, das Feuchtfutter und das Trockenfutter an.

 

Veröffentlicht unter Allgemein

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